TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » NABU präsentiert ersten virtuellen Ostsee-Tauchgang
Sea Explorers

Rubrik: Umwelt

NABU präsentiert ersten virtuellen Ostsee-Tauchgang

Montag, 3. September 2018, 09:38

Millionen Menschen verbrachten 2018 ihren Sommerurlaub an der Ostsee. Von dort gab es in den vergangenen Wochen immer wieder schlechte Nachrichten: Feuerquallen-Alarm, Blaualgen-Pest, Badeverbote und Plastikmüll. Die Ostsee kämpft mit menschengemachten Umweltproblemen. Vor diesem Hintergrund möchte der NABU zeigen, warum das vielfältige und faszinierende Meer vor unserer Haustür so schützenswert ist und lädt zum deutschlandweit ersten virtuellen Ostsee-Tauchgang

Seeanemonen und Blättermoostierchen

Seeanemonen und Blättermoostierchen am Ostseegrund, Foto: © Wolf Wichmann

Die virtuelle Realität (VR-Welt) der Ostsee zeigt sie, wie sie die meisten Menschen noch nie gesehen haben: „OstseeLIFE“ ist eine 360-Grad-Welt, die mit einer speziell dafür entwickelten Brille, aber auch am heimischen PC oder auf dem Smartphone besucht werden kann.

Der beliebte „ARD-Tatort-Kommissar“ Axel Prahl hat die Texte für „OstseeLIFE" eingesprochen. Gemeinsam mit der Schauspielerin Ulrike Knospe führt er in die verschiedenen Lebensräume ein und erzählt spannende und überraschende Geschichten über die Biologie von Schweinswalen, Seehasen und Seeanemonen. Neben der versteckten Vielfalt von Seegraswiesen und Steinriffen geht es tief hinab ins dunkle Reich zu alten Schiffswracks oder zum einzigartigen Lebensraum des Kreideriffs vor Rügen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/kRu5zjyEUmk

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „In die Tiefe der Ostsee trauen sich meist nur erfahrene Taucher. Mit ‚OstseeLIFE' macht der NABU jetzt diese faszinierende Unterwasserwelt zwischen süß und salzig mit Hilfe modernster Technik für alle erlebbar. Wer die einzigartige Schönheit an unseren Küsten kennt, der weiß, was die Natur so schützenswert macht und setzt sich eher für sie ein.“

Täuschend echt wird der „Tauchgang“ mit einer so genannten VR-Brille. Über diese innovative Technik steuern Nutzer die virtuelle Unterwassereise mit den Augen. Hunderte Foto- und Videosequenzen verschmelzen dabei zu einer multimedialen Erlebniswelt. Zwei Wochen und mehr als zwei Dutzend Tauchgänge brauchten die Filmemacher, um fünf ganz verschiedene Lebensräume ins Bild zu setzen. Darauf folgten mehrere Monate Arbeit am Computer.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/9Cyu5iIhjOY

Im vergangenen Jahr verbrachten mehr als sechs Millionen Menschen ihren Urlaub an der Ostsee. Doch ist hier inzwischen jede dritte Art bedroht. „Schifffahrt, industrielle Fischerei, Plastikmüll oder auch Unterwasserlärm machen den Tieren und Pflanzen schwer zu schaffen. Einige Arten sind bereits für immer verschwunden. Andere stehen kurz davor – wie der Schweinswal mit weniger als 500 verbliebenen Tieren in der zentralen Ostsee“, sagt NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Unter dem Motto „Wir für die Ostsee“ habe sich der NABU daher das Ziel gesetzt, ein breites Bewusstsein für einen besseren Schutz der Ostsee zu schaffen.

Hintergrund
Die Technik von Ostsee LIFE heißt „Authentic VR“ und ähnelt modernen Gaming–Technologien. Betrachter mit einer VR-Brille können die virtuelle Welt mit ihren Augen selbst steuern, diese reagiert wiederum auf das Verhalten des Betrachters. Werden bestimmte Navigationspunkte fixiert, erhält der „Taucher“ Informationen rund um die Ostsee-Welt. Und auch die Machart von „OstseeLIFE" ist besonders: Im Unterschied zu künstlichen Umgebungen besteht „OstseeLIFE" aus eigens gedrehten 360-Grad-Filmen.

Zum virtuellen Ostsee-Tauchgang: www.nabu.de/landingpages/ostseelife.html.

Schlagwörter: , , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Neue Rote Liste: Hoffnung für Wale

Freitag, 16. November 2018, 11:30

Naturschutzmaßnahmen haben Finnwalen neue Hoffnung gegeben, so die Aktualisierung der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der Finnwal hat sich im Status von „bedroht“ zu „gefährdet“ verbessert, nachdem der Walfang verboten wurde. Unter Druck stehen etliche Fischarten, die massiv durch Überfischung bedroht sind Insgesamt umfasst die Rote Liste der IUCN jetzt 96.951 Arten, von denen 26.840 vom Aussterben bedroht sind. Walpopulationen nehmen zu Der Finnwal (Balaenoptera physalus), der...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.