TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Neue Sea-Shepherd-Kampagne „Operation Treibnetz“

Rubrik: Umwelt

Neue Sea-Shepherd-Kampagne „Operation Treibnetz“

Samstag, 19. März 2016, 09:59

Sea Shepherd hat ein Video veröffentlicht, das tiefe Einblicke in die brutale Realität verbotener Fischfangtechniken im Indischen Ozean erlaubt. Als Reaktion auf die Vorkommnisse startet Sea Shepherd eine neue Kampagne zur Bekämpfung der illegalen, zerstörerischen Treibnetzfischerei

toter Delphin

Ein Crewmitglied der „Steve Irwin“ mit einem toten Delphin – gestorben in einem Treibnetz, Foto: © Eliza Muirhead

Im Januar 2016 war das Sea-Shepherd-Flaggschiff, die „Steve Irwin“, im Indischen Ozean unterwegs, um Killer in unseren Ozeanen zu stellen. Eine Flotte von sechs Fischereifahrzeugen fischte dort auf hoher See mit Treibnetzen; eine Form der Fischerei, die aufgrund seiner wahllos zerstörerischen Wirkung bereits im Jahr 1992 von den Vereinten Nationen verboten worden war.

Offensichtlich fühlte sich die Flotte aufgrund der Abgeschiedenheit der Region vor Strafverfolgung sicher und setzte skrupellos die veraltete, weltweit geächtete Fangpraxis ein.

Mit dem Video und zahlreichen Fotos dokumentiert Sea Shepherd die dramatischen Folgen dieser brutalen Fangmethode. Zu sehen sind Haie, Delphine, Robben und mehrere Fischarten, darunter vom Aussterben bedrohte Blauflossenthunfische, die sich in den Killernetzen verstrickt haben und darin qualvoll zu Tode gekommen sind.

Das Ziel der neuen Kampagne „Operation Treibnetz“ ist es, die illegalen Fischereifahrzeuge direkt auf See zu stellen und diese durch gezielte Maßnahmen an der Durchführung der Treibnetzfischerei zu hindern. Sie sollen zu Aufgabe gezwungen werden.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=IM6xhglkgxs

Sea Shepherd will das illegale Handeln dokumentieren und die beteiligten Schiffe eindeutig identifizieren – das Ganze auch unterstützt durch Aktionen an Land.

Der Kampagnenleiter und Kapitän der „Steve Irwin“ Siddharth Chakravarty mahnt: „Treibnetze sind durch ein Moratorium der Vereinten Nationen im Jahr 1992 verboten worden. Die Nationen der Welt waren vor 24 Jahre besorgt über die negativen Auswirkungen dieser Form der Fischerei. Treibnetze hatten keinen Platz in den Ozeanen der Welt und sie haben ihn heute auch nicht. Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass das Verbot durchgesetzt wird."

Aktuelle Informationen gibt es auf der Website der Kampagne „Operation Treibnetz“: www.opdriftnet.org/home.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Antarktis: kein neues Meeresschutzgebiet im Südpolarmeer

Freitag, 2. November 2018, 13:11

Gegen die Einrichtung eines Schutzgebiets im Südpolarmeer hat sich laut Medienberichten die Antarktis-Kommission CCAMLR bei ihrem Treffen im australischen Hobart am 2. November 2018 ausgesprochen Demnach lehnten mit Russland und China mindestens zwei der 25 CCAMLR-Mitglieder den von Deutschland initiierten Vorschlag ab, im bislang weitgehend unberührten Weddellmeer das weltgrößte Meeresschutzgebiet einzurichten – wir berichteten – und verhinderten so die notwendige Konsensentscheidung. Knapp drei Millionen Menschen weltweit hatten sich mit ihrer...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.