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Rubrik: Umwelt

Neuseelands Küstenmeere werden zum marinen „Hope Spot“ erklärt

Montag, 3. Dezember 2018, 09:46

Ein guter Tag für die seltenen Maui-Delphine sowie ihre schwimmenden und fliegenden Nachbarn – Schwertwale, Pinguine, Albatrosse und andere: Ihre Heimat, die neuseeländischen Küstengewässer, sind am 26. November 2018 zu einem marinen „Hope Spot“ erklärt worden. Die NABU International Naturschutzstiftung hatte sich gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Otogo in Neuseeland bei der amerikanischen Naturschutzorganisation Mission Blue (Mission Blue Sylvia Earle Alliance) für die Anerkennung der Küstenmeere als schutzbedürftigen „Hope Spot“ eingesetzt

Schwarzdelfine

Springende Schwarzdelfine, Foto: © NOAA

Thomas Tennhardt, NABU-Vizepräsident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung, begrüßt diesen Schritt. „Zusammen mit internationalen wissenschaftlichen Institutionen drängen wir seit Jahren auf ein Verbot von Kiemen- und Schleppnetzen im Lebensraum von Maui- und Hector-Delphinen in Neuseeland. Unter dem Motto ‚Einer für alle, alle für einen!' soll unser Hope Spot längst überfällige Maßnahmen zum Schutz dieses einzigartigen Habitats unterstützen und so die Erholung betroffener Populationen und Lebensräume ermöglichen“, so Tennhardt. Neuseelands Küstengewässer sind außerdem durch die Suche und Förderung von Öl und Gas, Sandbergbau sowie industrielle und landwirtschaftliche Wasserverschmutzung bedroht.

Der „Hope Spot“ erstreckt sich über eine 17.000 Kilometer lange Küstenlinie bis zu einer Wassertiefe von 100 Metern und umfasst sowohl subtropische als auch subantarktische Gebiete. Die Gewässer beheimaten eine Vielfalt seltener Tiere, darunter Neuseeländische Seelöwen, Buller-Albatrosse, Gelbaugen- und Zwergpinguine, Riesenhaie und Zwergblauwale. Viele kommen ausschließlich in Neuseeland vor. Akut vom Aussterben bedroht sind vor allem die Maui-Delphine und ihre nahen Verwandten, die Hector-Delphine.

Hector-Delphin

Hector-Delphin, Foto: © Rob Pine

Die international renommierte Meeresforscherin Sylvia Earle, Gründerin von Mission Blue, hat das weltweite Konzept der „Hope Spots“ im Jahr 2009 ins Leben gerufen, um eine Welle öffentlicher Unterstützung für ein globales Netzwerk von Meeresschutzgebieten zu schaffen – wir berichteten. Denn während rund zwölf Prozent der weltweiten Landflächen unter Schutz stehen, sind dies bei den Meeren gerade einmal sechs Prozent. Mit den „Hope Spots“ sollen bis zum Jahr 2030 globale Meeresschutzgebiete auf 30 Prozent ansteigen. „Die Erklärung der neuseeländischen Küstengewässer als Mission Blue ‚Hope Spot' sollten wir als Anlass dazu nehmen, jetzt gemeinsam alles dafür zu tun, die herrlichen und seltenen Maui- und Hector-Delphine vor dem Aussterben zu bewahren. Wir haben nur noch eine einzige Chance dazu, diese müssen wir jetzt ergreifen“, sagte Earle.

„Obwohl es nur noch etwa 50 Maui-Delphine gibt, sind nur 19 Prozent ihres Lebensraums vor Kiemennetzen und sogar nur fünf Prozent vor Schleppnetzen geschützt“, erklärte Barbara Maas, Leiterin Internationaler Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung. „Das Aussterben der Maui-Delphine steht unmittelbar bevor. Die Erklärung der neuseeländischen Küstenmeere zum ‚Hope Spot' setzt erneut ein klares Zeichen für die Regierung des Landes, ihre Handlungen endlich in Einklang mit wissenschaftlichen Empfehlungen zu bringen. Andernfalls droht Neuseeland seinen Ruf als umweltbewusstes Land und unberührtes Naturparadies für immer zu verlieren.“

Das neuseeländische Ministerium für Naturschutz und das Ministerium für Primärindustrien treffen sich Ende diesen Monats und im Dezember 2018, um Optionen für den Schutz der Delphine vorzuschlagen.

Infos: https://www.nabu.de.

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