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Rubrik: Tauchreisen

Oman: Weltkriegswrack „City of Winchester“ darf exklusiv betaucht werden

Donnerstag, 21. November 2019, 11:03

Die englische „City of Winchester“ war das erste Schiffsopfer des Ersten Weltkriegs. In den letzten Jahren waren Tauchgänge zum Wrack, das in der Nähe der Hallaniyat-Inseln in 30 Metern Tiefe auf Grund liegt, verboten. Nach langen Verhandlungen mit Regierungsstellen des Oman wurde das Tauchverbot jetzt exklusiv und ausschließlich für die Gäste der „Oman Explorer“ aufgehoben. Der Premierentauchgang zum Wrack findet während diesjährigen Silvestertrips des Safarischiffs statt

City of Winchester

Britischer Frachter „City of Winchester"

Auf der Heimreise ihrer Jungfernfahrt wurde die „City of Winchester“ während des Ersten Weltkriegs am Abend des 12. August 1914 von der deutschen Marine versenkt. Die Besatzung des 6.608 Tonnen schweren Kolosses durfte noch von Bord, aber die Ladung, bestehend aus Tee und Geweihen, wurde zusammen mit dem knapp 140 Meter langen Dampfer versenkt und lag bis 1986 ungestört auf dem Meeresgrund. Ein paar Taucher des einzigen zivilen Tauchclubs im Oman „stolperten“ damals über das ihnen unbekannte Schiff. Identifiziert wurde das Wrack Ende der 1990er Jahre von dem britischen Amateur-Taucher Steve Dover bei einem Tauchgang in der Nähe der Hallaniyat-Inseln vor der Ostküste des Oman.

SMS Königsberg

„SMS Königsberg“, Foto: © Bundesarchiv, Bild 105-DOA3002/Walther Dobbertin/CC-BY-SA 3.0

Aufgebracht wurde die „City of Winchester“ am Abend des 6. Augusts 1914 von der „SMS Königsberg“, einem Kleinen Kreuzer der Kaiserlichen Marine. Eine deutsche Mannschaft übernahm das Schiff und machte sich auf den Weg zu den Hallaniyat-Inseln vor der Küste des Oman. Fünf Tage später wurde die Besatzung der „City of Winchester“ auf ein deutsches Passagierschiff überführt. Anschließend wurden die Kohlevorräte des gekaperten Schiffs auf die „SMS Königsberg“ umgeladen. Am Nachmittag des 12. August 1914 war der Kohletransfer abgeschlossen und im Maschinenraum der „City of Winchester“ wurden Sprengladungen gezündet. Um die Versenkung zu beschleunigen, feuerte die „SMS Königsberg“ zusätzlich drei Schüsse in den Rumpf des Frachtschiffs..

Als einziges Tauchsafarischiff haben die Extra Divers nun mit ihrer „Oman Explorer“ die Genehmigung, das Wrack betauchen zu dürfen – und das dürfte viele spannende Tauchgänge garantieren: Neben Massen an Fisch und den dazugehörigen Räubern, großen und kleinen Zackenbarschen, riesige Barrakuda- und schier endlosen Makrelenschwärmen, bietet das Wrack selbst wohl einige Überraschungen. Das Wrack wurde Laufe der Jahre zum künstlichen Riff und ist voller Leben. Schon Steve Dover vermerkte vor 20 Jahren, dass die „City of Winchester“ regelmäßig auch von Delphinen und der in der Region standorttreuen Population von Buckelwalen besucht wird.

Info & Buchung
www.extradivers-worldwide.com
www.rcf-tauchreisen.de

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