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Rubrik: Umwelt

Ostsee: Dorsch-Drama entschärft

Freitag, 3. März 2017, 12:22

Wie am 1. März bekannt wurde verbietet die Bundesregierung die Fischerei auf Scholle in der Ostsee und die damit verbundene Störung der Schonzeit für westlichen Dorsch ab dem 8.März 2017. Das Verbot gilt bis zum Ende der Schonzeit am 31.März

Dorsch

Ein gefangener Dorsch in einer Reuse, Foto: © Elisabeth Knoll/Archiv Taucher.Net

Der WWF begrüßt die Entscheidung. Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF Deutschland, kommentiert:„Die Entscheidung der Bundesregierung kommt spät, ist aber richtig und wichtig. Nur mit einer strengen Einhaltung der Schonzeit haben die Dorsche in der westlichen Ostsee eine Chance, sich zu erholen. Das ist im besonderen Interesse der deutschen Küstenfischerei, die von einem Wiederaufbau des Bestandes besonders profitieren wird. Der westliche Dorsch ist Brotfisch der Küstenfischerei und seit über einem Jahrzehnt stark überfischt. Die Korrektur einer dramatischen Fehlentscheidung hilft dabei, die laichenden Dorsche während der Schonzeit besser zu schützen.“

Hintergrund: Das zuständige Landwirtschaftsministerium hatte die Fischerei auf Scholle in der Laichschonzeit für Dorsch genehmigt – wir berichteten. Diese Fischerei findet jedoch unter anderem in jenen tiefen Becken der westlichen Ostsee statt, in denen sich in diesen Wochen die verbliebenen fortpflanzungsfähigen Dorsche zum Ablaichen sammeln.

Infos: www.wwf.de.

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