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Rubrik: Szene

Ozeaneum ist Unternehmen des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern

Dienstag, 29. November 2011, 07:38

Seit der Eröffnung im Juli 2008 zählte das Ozeaneum Stralsund bereits 2,7 Mio. Besucher. 2010 wurde es als Europas Museum des Jahres ausgezeichnet. Am 24. November 2011 nahm Direktor und Geschäftsführer Dr. Harald Benke in Potsdam eine für ein Museum untypische und deshalb überraschende Auszeichnung entgegen: Das Ozeaneum Stralsund erhält 2011 den Unternehmerpreis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und der Super Illu

Preisverleihung an das Ozeanuem

Claus Friedrich Holtmann, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Dr. Harald Benke, Geschäftsführer der OZEANEUM Stralsund GmbH und Uwe Seinwill, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorpommern (von links) während der Preisverleihung in Potsdam, Foto: Ozeaneum

Mit dem Ozeaneum, einer hundertprozentigen Tochter der Stiftung Deutsches Meeresmuseum, wird erstmals in Deutschland ein großes Naturkundemuseum seit seiner Eröffnung ohne Zuwendungen der öffentlichen Hand betrieben. Im Mittelpunkt der unternehmerischen Tätigkeit steht der gemeinnützige Bildungsauftrag und nicht die Gewinnerzielung. „Das Experiment Ozeaneum gelang durch wirtschaftliches Handeln, konsequentes Qualitätsmanagement, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, umfassende Öffentlichkeitsarbeit und strategisches Marketing auf der Basis eines innovativen Produktes", blickt Dr. Harald Benke zurück. Diese Argumente überzeugten auch die Sparkasse Vorpommern, die das Ozeaneum für den Unternehmerpreis nominierte.

Im Ozeaneum zeigen zwei große Aquarienrundgänge eine europaweit einzigartige Unterwasserreise durch die nördlichen Meere. Die Kaltwasseraquarien fassen insgesamt 6 Mio. Liter Meerwasser. Fünf Dauerausstellungen wurden mit zahlreichen Partnern, Spenden und Sponsoren finanziert und umgesetzt. So förderte die Stiftung der Sparkasse Vorpommern gemeinsam mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband die Ausstellung Meer für Kinder. Das Ozeaneum zeigt außerdem die weltweit größte Ausstellung zum Thema Wale und Riesen der Meere, Europas größte Ostseeausstellung, eine Pinguinanlage auf der Dachterrasse sowie die Ausstellungen Erforschung und Nutzung der Meere und Weltmeer. Die Museumspädagogik führt Programme für Kitas und alle Schulstufen durch, und Gruppen und Individualbesucher können das Haus mit thematischen Führungen entdecken. Die guten Besucherzahlen sowie Einnahmen aus dem Shop und dem vielseitigen Tagungs- und Veranstaltungsbereich ermöglichten regelmäßige Reattraktivierungen. So konnten die Gäste in den ersten drei Jahren immer neue Ausstellungen, Tiere aber auch Veranstaltungen und pädagogische Programme erleben.

Ozeaneum Panorama

Das Ozaneum in Stralsund, Foto: © Johannes-Maria Schlorke

Das Ozeaneum wurde als „Leuchtturm" der Tourismuswirtschaft gewürdigt. Als Schlechtwetteralternative sorgt es für eine Belebung der Nebensaison in Mecklenburg-Vorpommern. Das Museum ist aktiv in mehreren Netzwerken mit touristischen Partnern und Verbänden, Umweltbildungseinrichtungen, Kulturbetrieben sowie Umweltschutzorganisationen. Seit seiner Eröffnung sind die Übernachtungszahlen in und um Stralsund, aber auch die Umsätze von Gastronomie und lokalem Einzelhandel signifikant gestiegen. Im unmittelbaren Umfeld auf der nördlichen Hafeninsel konnten die historischen Speicher saniert werden und Handel, Gastronomie und Hotels siedelten sich an. Mit der spektakulären Architektur erhielt die Hafenansicht der Welterbestadt einen starken zeitgenössischen Akzent, und der Blick vom Wasser auf das Ozeaneum ist eines der Leitmotive des Landesmarketings von Mecklenburg-Vorpommern.

Für den Bau und für den Betrieb des Ozeaneums wurde ein umfassender Katalog an ökologischen Kriterien umgesetzt. Hierzu zählen neben der artgerechten Haltung der Tiere u. a. die Verwendung von Ökostrom, ein modernes Lüftungskonzept anstelle einer Klimaanlage, die ausschließliche Verwendung zertifizierter Hölzer, der Verzicht auf PVC vor allem bei den Aquarienrohren sowie ein gastronomisches Angebot ohne bedrohte Fischarten. Infos: www.ozeaneum.de.

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