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Rubrik: Szene

Rätsel um mysteriöses U-Boot vor Schweden gelöst

Mittwoch, 29. Juli 2015, 09:12

Den beiden schwedischen Wracktauchern Dennis Aasberg und Peter Lindberg vom Ocean X-team ist vor der schwedischen Ostküste ein sensationeller Fund gelungen: Sie orteten ein U-Boot mit kyrillischen Schriftzeichen am Bug

Dennis Aasberg (links) und Peter Lindberg

Die beiden Wrackfinder Dennis Aasberg (links) und Peter Lindberg , Foto: © www.oceanexplorer.se

Das U-Boot soll etwa 20 Meter lang sein und keine offensichtlichen äußeren Schäden aufweisen, so die Finder auf Ihrer Website. Alle Luken seien geschlossen, so dass davon auszugehen sei, dass die Mannschaft des U-Boots sich nicht habe retten können, als es auf Grund lief.

Herkunft und Alter des Wracks scheinen geklärt: Wie norwegische und schwedische Medien berichten, handelt es sich um das russische U-Boot „Wels“, ein Unterwasserfahrzeug der Som-Klasse der kaiserlich russischen Marine, das 1916 bei einer Kollision mit dem schwedischen Frachter „SS Södermalmland“ vor der schwedischen Küste gesunken war – etwa genau dort, wo das U-Boot-Wrack jetzt entdeckt wurde.

Das U-Boot „Wels“ lief 1904 vom Stapel und war zunächst im Schwarzen Meer im Einsatz. Im Ersten Weltkrieg wurde es 1915 in die Ostsee überführt und der baltischen Flotte unterstellt.

Das Schwesterschiff der „Wels“ - die „Beluga“

Das Schwesterschiff der „Wels“ – die „Beluga“, mit russischer Kriegsflagge in einer Aufnahme von vor 1917, Foto: © von Unbekannt, via Wikimedia Commons

Das U-Boot-Wrack liegt demnach seit 99 Jahren am Grund der Ostsee und ist kaum überwuchert. Den Angaben der Wracktaucher zufolge nichts Ungewöhnliches: Auch andere Wracks im gleichen Gewässer sind oft wenig bewachsen. Dieser Umstand hatte zunächst für Spekulationen gesorgt, denn im Sommer 2014 war in den Schären vor Stockholm ein fremdes U-Boote gesichtet worden. Nach tagelanger Jagd mussten die schwedischen Streitkräfte aufgeben: Die Herkunft des Unterwasserfahrzeugs wurde nie geklärt. Dass es einen Zusammenhang dieser U-Boot-Jagd mit dem aktuellen Wrackfund gibt, kann jetzt definitiv ausgeschlossen werden.

Die Wracktaucher Dennis Aasberg und Peter Lindberg vom Ocean X-team machen übrigens nicht zum ersten Mal Schlagzeilen: 2011 entdeckten sie ein ungewöhnliches Gebilde an einem geheim gehaltenen Ort in der Ostsee, das zu Spekulationen über einen UFO-Fund führte – zumindest bei der Bild-Zeitung

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