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Rubrik: Szene

Schildkröten-Taufe im Meeresmuseum

Freitag, 17. Juni 2016, 08:31

Ab sofort schwimmt die schwerste der beiden Stralsunder Suppenschildkröten nicht mehr namenlos durch das 350.000-Liter Becken im Meeresmuseum. Der gemeinnützige Verein AIDA Freunde der Meere e. V., der sich für den Schutz der Meere und seiner Bewohner engagiert, hat am 9. Juni 2016 offiziell die Patenschaft für das Schildkrötenweibchen übernommen

Suppenschildkröte

Patenschildkröte „Frieda“ bekam im Meeresmuseum zur Feier des Tages Streicheleinheiten von Aquarienleiterin Dr. Nicole Kube, Foto: © Jan-Peter Reichert/Deutsches Meeresmuseum

Im Rahmen einer Facebook-Aktion hatte der Verein im Vorfeld einen Namen für das Patentier gesucht. Das Abstimmungsergebnis wurde beim feierlichen Taufakt gelüftet und die Schildkröte auf den Namen „Frieda“ getauft. Die Taufe wurde von Dr. Monika Griefahn, Vereinsvorsitzende von AIDA Freunde der Meere e. V., vorgenommen.

„Die Schildkrötenpatenschaft ist unser Beitrag, um auf die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten aufmerksam zu machen“, so Dr. Monika Griefahn. Der kaufmännische Direktor Andreas Tanschus vom Deutschen Meeresmuseum freut sich besonders über den Patenschaftsbetrag in Höhe von 1.000 Euro jährlich, der den Tieren und ihrer Haltung unmittelbar zugutekommen wird. Die Übernahme der Patenschaft für „Frieda“ wurde mit einer handgezeichneten Grafik an der Patenschaftswand sowie einer Urkunde besiegelt.

„Frieda“ ist eine Suppenschildkröte, auch Grüne Meeresschildkröte genannt. Vermutlich 1983 ist das Weibchen geschlüpft und wurde als wenige Woche altes Tier illegal nach Deutschland eingeführt. Nach seiner Beschlagnahmung im Juli 1983 vom Hamburger Zoll folgte ein Kurzaufenthalt im Kölner Aquarium am Zoo, bevor das Reptil von November 1983 bis Oktober 1994 im Allwetterzoo Münster lebte. Anschließend wurde die Schildkröte an den Aquazoo Löbbecke Düsseldorf übergeben, bis sie im April 2003 ins Stralsunder Meeresmuseum zog. Beim letzten Tierarzt-Check im Februar brachte „Frieda“ ca. 110 kg auf die Waage und ist damit das Schwergewicht unter den fünf Stralsunder Meeresschildkröten. Bei der Übergabe der Patenschaft durfte eine zünftige Schildkrötenfütterung nicht fehlen, wobei auch die drei anderen Weibchen und das eine Männchen von Salat, Kalmar und Fisch „profitierten“. Zudem gab es Streicheleinheiten für die Tiere von Aquarienleiterin Dr. Nicole Kube und Aquarianer Mirko Becker, die zur Feier des Tages in das Schildkrötenbecken im Meeresmuseum Stralsund abtauchten.

Infos: www.deutsches-meeresmuseum.de.

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