TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Biologie » Schnabelwal vor Mecklenburg-Vorpommern lebend gestrandet
Sea Explorers

Rubrik: Biologie

Schnabelwal vor Mecklenburg-Vorpommern lebend gestrandet

Montag, 28. September 2015, 10:25

Am Freitagvormittag, den 25. September 2015, haben Angler einen lebenden Schnabelwal in der Wohlenberger Wiek an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns gefunden. Nach anfänglicher Verwirrung über den ungewöhnlichen Fund reagierten die Angler sehr schnell und geleiteten das ca. vier bis fünf Meter lange Tier in tieferes Wasser. Dort tauchte das Tier ab und verschwand aus Sichtweite der Angler

Schnabelwal

Angler führen den Schnabelwal zurück ins tiefere Wasser, Foto: © Andreas Müller

„Auf Grundlage des vorliegenden Bildmaterials gehen wir derzeit davon aus, dass es sich bei dem Meeressäuger um einen in der Ostsee sehr seltenen Schnabelwal und zwar höchstwahrscheinlich um einen Nördlichen Entenwal (Hyperodoon ampullatus) handelt“, sagt Dr. Harald Benke vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund. „Schnabelwale bevorzugen die Hochsee und können über 1.000 Meter tief tauchen. Überwiegend ernähren sie sich von Tintenfischen.“

Vier Entenwale sind seit 1634 als Totfunde in Mecklenburg-Vorpommern registriert worden. Zwischen 1863 und 1894 wurden drei Tiere bei Zingst, Rosenhagen und Ahlbeck auf Usedom dokumentiert. Eines dieser Tiere befindet sich im Deutschen Meeresmuseum. Am 23. August 1993 strandete ein Mutter-Kalb-Paar lebendig bei Hiddensee. Während das Kalb gerettet werden konnte, überlebte die Wal-Kuh den Rettungsversuch leider nicht. Ihr Skelett ist im Meeresmuseum Stralsund zu sehen.

Schnabelwal

Der befreite Schnabelwal schwimmt davon, Foto: © Andreas Müller

Im Falle einer erneuten Sichtung des Wales bittet das Deutsche Meeresmuseum um Information unter der Telefonnummer 0049 (0)176 – 22 32 56 05. Infos: www.meeresmuseum.de.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Hitzewellen können Küstenökosysteme verändern

Mittwoch, 18. Juli 2018, 10:21

Modellrechnungen sagen als Folge des Klimawandels eine Zunahme von Extremereignissen wie Hitzewellen voraus. Mit einem Langzeit-Experiment in der Kieler Benthokosmen-Versuchsanlage haben Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel klare Hinweise gefunden, dass bereits Ereignisse von wenigen Tagen oder Wochen Länge Küstenökosysteme langfristig verändern können Wenn vom Klimawandel die Rede ist, dann konzentriert sich die Diskussion meist auf die steigenden globalen Durchschnittstemperaturen. Doch die Veränderungen im Klimasystem haben noch andere Auswirkungen....

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.