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Rubrik: Tauchausrüstung

Scubapro-Atemregler „MK25 EVO“ funktioniert auch in über 3.000 m Tiefe

Montag, 12. Oktober 2015, 15:29

Das GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel verwendet die Erste Stufe „MK25 EVO" für einen interessanten Versuch – und die Erste Stufe gibt eine top Performance

Das Forschungstauchboot "JAGO"

Das Forschungstauchboot „JAGO"

Das einzige bemannte Forschungstauchboot in Deutschland „JAGO" wird vom GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betrieben. Das Tauchboot dringt regelmäßig in Wassertiefen bis 400 m vor.

Einige Komponenten und Geräte, die sich außerhalb des Druckkörpers am Tauchboot befinden, sind nicht für eine derartige Tauchtiefe konzipiert und würden unter dem Wasserdruck implodieren oder es würde Wasser eindringen. Zu diesen Komponenten gehören z.B. die Batterien, die Antriebsmotoren sowie die Hydraulikpumpe zum Betrieb des Greifarms. Um diese Komponenten dennoch in einer Wassertiefe von 400 m außerhalb eines druckfesten Behälters einsetzten zu können, wird mit Hilfe von Ersten Stufen aus dem Sporttauchen dafür gesorgt, dass der Luftdruck im Inneren der Geräte dem Wasserdruck in der Umgebung entspricht.

Da bisher völlig unklar war, bis in welche Tiefe dieses Druckkompensationssystem funktioniert, wurde ein Versuch mit dem Scubapro-Artmeregler „MK25 EVO" aufgebaut und in einem institutseigenem Drucktank durchgeführt. Mit diesem Tank können Drucke bis zu 1.000 bar in einem Druckzylinder erzeugt werden. Dies entspricht einer Wassertiefe von 10.000 m.

Mit der Ersten Stufe „MK25 EVO wurden" insgesamt elf Prüfzyklen durchgeführt. Bei zehn Prüfungen mit einem Prüfdruck von mindestens 150 bar (entsprechend 1.500 m Wassertiefe) und einer Prüfung bei einem Prüfdruck von 311 bar (entsprechend 3.110 m Wassertiefe) konnte kein Versagen des Systems festgestellt werden. Die Erste Stufe funktionierte einwandfrei.

Infos: www.geomar.de/go/jago und www.scubapro.com.

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