TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Seabin: ein schwimmender Müllschlucker
Sea Explorers

Rubrik: Umwelt

Seabin: ein schwimmender Müllschlucker

Dienstag, 29. Dezember 2015, 10:28

Das Seabin-Projekt hat einen automatisierten, schwimmenden Papierkorb entwickelt, der treibenden Müll, Öl, Kraftstoffe und Reinigungsmittel einsammelt bzw. ansaugt

Seabin

Seabin-Müllsauger: Der schwimmende Papierkorb saugt treibenden Müll an, Foto: © Seabin Project

Der schwimmende Müllschlucker wurde von Andrew Turton und Pete Ceglinski entwickelt für die Gewässer-Oberflächenreinigung von Häfen, Binnenwasserstraßen und Seen.

Im Moment gibt es einen funktionstüchtigen Prototypen, der im Video zu bewundern ist. Die beiden Entwickler wollen mit ihrem Müllsauger in Serie gehen und benötigen Finanzmittel. Zur Zeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne, die schon etliches Geld eingespielt hat auf Indiegogo.

Für das Entwicklerduo sind gerade unsere Häfen und Anlegestellen der perfekte Ansatzpunkt, die Ozeane vom Müll zu befreien, treiben Wind und Strömung doch immer wieder Unrat und damit Futter für den rund um die Uhr saugenden Müllschlucker in diese relativ ruhigen Zonen.

Der Seabin-Müllsauger treibt an der Wasseroberfläche und ist mit einer an Land stationierten Wasserpumpe verbunden. Das angesaugte Wasser führt alles Treibgut und schwimmende Flüssigkeiten mit sich. Das Treibgut wird so in den Fangsack gesaugt und das Wasser fließt durch den Boden des Behälters bis in die angeschlossene Pumpe an Land.

Durch die Installation eines Öl- /Wasserabscheiders an der Pumpe kann das verdreckte Wasser gereinigt werden und sauber wieder abfließen – das Ganze 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Wenn der Fangsack voll ist, kann er ausgetauscht und der gesammelte Müll sortiert werden.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tiy7WQYQyhY

Wir finden: Eine geniale, weil kostengünstige und eigentlich recht simple Methode, dem Müll im Meer die Stirn zu bieten – Daumen hoch!

Infos: www.seabinproject.com.

Schlagwörter: ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Hitzewellen können Küstenökosysteme verändern

Mittwoch, 18. Juli 2018, 10:21

Modellrechnungen sagen als Folge des Klimawandels eine Zunahme von Extremereignissen wie Hitzewellen voraus. Mit einem Langzeit-Experiment in der Kieler Benthokosmen-Versuchsanlage haben Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel klare Hinweise gefunden, dass bereits Ereignisse von wenigen Tagen oder Wochen Länge Küstenökosysteme langfristig verändern können Wenn vom Klimawandel die Rede ist, dann konzentriert sich die Diskussion meist auf die steigenden globalen Durchschnittstemperaturen. Doch die Veränderungen im Klimasystem haben noch andere Auswirkungen....

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.