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Rubrik: Biologie

Vortrag im Meeresmuseum Stralsund beleuchtet Ökosystem Korallenriff

Donnerstag, 15. März 2018, 10:57

Steinkorallen sind die klassischen und namensgebenden Ingenieure von Korallenriffen, denn sie schaffen nicht nur Lebensräume für viele andere Organismen. Sie steuern auch die Verfügbarkeit von Ressourcen im Riff

Korallen

Korallen im Kampf mit Algen, Foto: © Prof. Dr. Christian Wild

Allerdings werden Steinkorallen aufgrund vieler globaler und lokaler Stressfaktoren immer häufiger durch andere wirbellose Tiere, wie Schwämme und Seescheiden, verdrängt oder im Extremfall durch Algen und Bakterienmatten, ersetzt.

Diese neuen Ökosysteme, die durch andere „Ingenieure“ geprägt werden, funktionieren möglicherweise ganz anders als klassische Riffe. Allerdings wissen wir kaum etwas darüber, obwohl wir wahrscheinlich mit dieser neuen Situation leben müssen: Aktuell erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass Riffe wieder zu ihrem Steinkorallen-dominierten Zustand zurückkehren. Der Vortrag mit Prof. Dr. Christian Wild von der Universität Bremen beleuchtet die Thematik genauer und zeigt dabei auf, welche Möglichkeiten es gibt, das Funktionieren von Riffen in einer Zeit rascher Umweltveränderungen so gut es geht zu erhalten.

Der Vortrag bildet am Deutschen Meeresmuseum den Auftakt zum aktuellen 3. Internationalen Jahr des Riffes 2018. Mit dieser Kampagne stellt ein Verbund deutscher Riffforscher und weiterer Partner umfangreiche Informationen zur aktuellen Situation der Korallenriffe bereit (www.IYOR2018.de). Unter dem Motto „Ab ins Meer – Jahr des Riffes“ rückt das Meeresmuseum die Korallenriffe tropischer Meere in den Mittelpunkt seines Jahresthemas 2018. In Ausstellungen und Aquarien wird es dazu, besonders auch in den Ferien, umfangreiche Informations- und Lernangebote für Kinder und Familien geben.

Alle Interessierten sind herzlich am 22. März 2018 um 19:00 Uhr im Meeresmuseum Stralsund willkommen. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person; Mitglieder des Fördervereins Deutsches Meeresmuseum e. V. können die Veranstaltung kostenfrei besuchen.

Infos: www.deutsches-meeresmuseum.de.

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