TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Umwelt » Weltmeere „schutzlos ausgeliefert"
Sea Explorers

Rubrik: Umwelt

Weltmeere „schutzlos ausgeliefert"

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 07:41

An diesem Montag startete im indischen Hyderabad die elfte UN-Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz der biologischen Vielfalt (CBD). Neben effektiven Finanzierungsmodellen und einem Lastenausgleich zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern geht es auch um den Schutz der Weltmeere

Korallenriff

Intakte Korallenwelt (Fiji), Foto: © WWF

Die Naturschutzorganisation WWF kritisiert, dass derzeit noch vollkommen unklar sei, wie die in den kommenden zehn Jahren dringend benötigten 500 Milliarden Euro zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt von der Staatengemeinschaft aufgebracht werden sollten. Die Finanzierung stehe auf „wackelgien Beinen", so der WWF. Die Lösung der chronischen Unterfinanzierung des globalen Biodiversitätsschutzes sei die entscheidende Hürde, die es in Hyderabad zu überspringen gelte. Auch bei der Ausweisung von marinen Schutzgebieten sei die internationale Staatengemeinschaft im Verzug.

Vor zwei Jahren verständigten sich die CBD-Vertragsstaaten darauf, bis 2020 mindestens zehn Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen. Doch bis heute ist nach WWF-Angaben von diesem Beschluss kaum etwas umgesetzt. Derzeit umfassten die ausgewiesenen Meeresschutzgebiete lediglich 1,6 Prozent der globalen Ozeane. „Die sieben Weltmeere, vor allem die Hohe See, sind den Interessen von Fischerei, Rohstoffförderung und Tourismus noch immer weitgehend schutzlos ausgeliefert", warnt Tim Packeiser, WWF-Referent für Marine Ökoregionen. Infos: www.wwf.de.

Schlagwörter: ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Mares

Gigantisches Kaltwasserkorallen-Gebirge unter Wasser

Donnerstag, 5. April 2018, 10:02

Auf einer Länge von etwa 400 Kilometern erstreckt sich am Meeresboden vor der Küste Mauretaniens die weltweit größte zusammenhängende Kaltwasserkorallenstruktur. Dr. Claudia Wienberg vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen und ihre Kollegen haben untersucht, wie sich die Kaltwasserkorallen vor Mauretanien in den vergangenen 120.000 Jahren entwickelten. Anders als tropische Korallen, die in flachen, lichtdurchfluteten Gewässern leben, findet man Kaltwasserkorallen in Wassertiefen von mehreren hundert bis...

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.