TauchJournal - abtauchen im netz
RSS-Feed TauchJournal aud Facebook
» News » Wissenschaft » Wissenschaftler entdecken die ältesten Farben der Welt
Sea Explorers

Rubrik: Wissenschaft

Wissenschaftler entdecken die ältesten Farben der Welt

Donnerstag, 26. Juli 2018, 09:42

Wissenschaftler haben die ältesten Farben entdeckt: ein geologischen Rekord. Die 1,1 Milliarden Jahre alten leuchtend rosa Pigmente wurden aus Gesteinen tief unter der Sahara in Afrika gewonnen

Älteste Farbe der Welt

Biogeochemie-Laborleiterin Janet Hope von der ANU Research School of Earth Sciences hält eine Ampulle mit rosafarbenen Porphyrinen, die die ältesten intakten Pigmente der Welt darstellen, Foto: © ANU

Dr. Nur Gueneli von der Australien National University (ANU) betont, dass die Pigmente, die aus marinen Schwarzschiefern des Taoudeni-Beckens in Mauretanien, Westafrika, gewonnen wurden, mehr als eine halbe Milliarde Jahre älter seien als frühere Pigmentfunde. Dr. Gueneli entdeckte die Moleküle im Rahmen ihrer Doktorarbeit.

„Die leuchtend rosa Pigmente sind die molekularen Fossilien des Chlorophylls, die von vorzeitlichen photosynthetischen Organismen in einem alten Ozean produziert wurden, der längst verschwunden ist", so Dr. Gueneli von der ANU Research School of Earth Sciences.

Die Farben der Fossilien reichen von blutrot bis dunkelviolett in konzentrierter Form und leuchtend rosa in verdünnter Form.

Die Forscher zerkleinerten die Milliarden Jahre alten Gesteine zu Pulver, bevor sie Moleküle alter Organismen aus ihnen extrahierten und analysierten.

„Die genaue Analyse der alten Pigmente bestätigte, dass winzige Cyanobakterien vor einer Milliarde Jahren die Basis der Nahrungskette in den Ozeanen dominierten, was erklärt, warum es damals keine Tiere gab", erklärt Dr. Gueneli.

Professor Jochen Brocks von der ANU und Hauptautor der neuen Studie, die kürzlich in den Proceedings of the national Academy (PNAS) erscheinen ist, sagt, dass die Entstehung großer, aktiver Organismen wahrscheinlich durch ein begrenztes Angebot an größeren Nahrungsmittelpartikeln, wie z.B. Algen, gehemmt worden sei.

„Algen sind zwar immer noch mikroskopisch klein, haben aber ein tausendmal größeres Volumen als Cyanobakterien und sind eine viel reichere Nahrungsquelle. Die cyanobakteriellen Ozeane begannen vor etwa 650 Millionen Jahren zu verschwinden, als sich die Algen schnell ausbreiteten, um die Energie zu liefern, die für die Entwicklung komplexer Ökosysteme benötigt wurde, in denen große Tiere, darunter auch Menschen, auf der Erde gedeihen konnten", so Dr. Brocks.

Infos: www.anu.edu.au.

Link zur Studie: www.pnas.org/content/early/2018/07/03/1803866115.

Schlagwörter: , ,

Kurzlink:


TauchJournal-News per Mail abonnieren

RSS-Feed abonnieren RSS-Feed

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ANZEIGE Werner Lau

MY Sheena Last Minute Special Dezember 2019 und Januar 2020

Donnerstag, 14. November 2019, 12:49

Weihnachten und Neujahr auf den Malediven? Warum nicht auf der MY Sheena? Wir haben folgenden Touren um 30% reduziert. 7 Tage ab/an Filitheyo vom 22.12.2019 bis 29.12.2019 7 Tage ab/an Filitheyo vom 29.12.2019 bis 05.01.2020 7 Tage ab/an Filitheyo vom 05.01.2020 bis 12.01.2020 7 Tage ab/an Filitheyo vom 12.01.2020 bis 19.01.2020 Die Touren beginnen [...]

... mehr »

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.