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Sea Explorers

Rubrik: Szene

Wrack der „SMS Scharnhorst" vor den Falklandinseln entdeckt

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 10:18

Der deutsche Admiral Graf von Spee lieferte sich im Ersten Weltkrieg im Südatlantik eine Seeschlacht mit den Briten. Dabei wurde auch sein Schiff, die „SMS Scharnhorst", versenkt. Jetzt fanden Forscher das Wrack am Grund des Südatlantiks

Bug

Der Bug der „SMS Scharnhorst", Foto: © TVT productions

Vor 105 Jahren, am 8. Dezember 1914, stand das Flaggschiff der deutschen Ostasienstaffel im Ersten Weltkrieg plötzlich einer Übermacht der Royal Navy gegenüber. Die Seeschlacht bei den Falklandinseln endete für die „SMS Scharnhorst" und weitere Kriegsschiffe der Kaiserlichen Marine in einer Katastrophe. Der 144 Meter lange Große Kreuzer sank mitsamt seinem Kommandanten Admiral Maximilian Graf von Spee und 860 Mann Besatzung.

Britische Forscher haben eigenen Angaben zufolge, das Wrack jetzt im Südatlantik vor den Falklandinseln geortet. Das teilte der Falklands Maritime Heritage Trust mit. Es sei 98 Seemeilen südöstlich von Stanley in einer Tiefe von 1.610 Metern gefunden worden. Vom Suchschiff „Seabed Constructor" aus wurden vier Autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs) eingesetzt, die ein Suchfeld von ca. 4.500 km2 Meeresboden erkundeten.

„Der Moment der Entdeckung war außergewöhnlich. Wir jagen oft Schatten auf dem Meeresboden, aber als die Scharnhorst zum ersten Mal auftauchte, gab es keinen Zweifel daran, dass es sich um eines der deutschen Schiffe handelte. Wir schickten einen Unterwasserroboter zur Erkundung hinunter und waren fast sofort in einem Trümmerfeld des Krieges. Plötzlich tauchte sie aus der Dunkelheit auf, mit großen Kanonen, die in alle Richtungen zeigten“, so der Expeditionsleiter Mensun Bound.

Der Falkland Maritime Heritage Trust will das Meeresgebiet rund um das Wrack nun unter Schutz stellen. Das Wrack der „Scharnhorst“ wurde während der Erkundung nicht angetastet. Das Suchteam an Bord der „Seabed Constructor“ gedachte an Ort und Stelle allen, die während der Schlacht ihr Leben verloren haben.

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